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Der Katholische Konfessionsteil hilft den Flutopfern in Pakistan

Neugestaltung Altarraum

Sitzung Katolisches Kollegium, 15. Juni 2010

Jahresabschluss 2009

Katastrophenhilfe für Haiti

Beschlüsse des Katholischen Kollegiums vom 10. November 2009

Rücktritte aus dem Administrationsrat

Katastrophenhilfe des Konfessionsteils

Replik des Erd- und Himmelsglobus

Zur Stiftsbibliothek das Kloster-Bistro

Jahresabschluss 2008

Stellungnahmen zur Pius-Bruderschaft

 

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Pakistan: St. Galler Katholikinnen und Katholiken spenden

Millionen von Menschen sind in Pakistan von den verheerenden Überschwemmungen betroffen. Der Administrationsrat des Katholischen Konfessionsteils des Kt. St. Gallen stellt der Caritas Schweiz einen Beitrag von 15'000 Franken als Soforthilfe für die Opfer zur Verfügung. Auch wenn diese Naturkatastrophe in der Öffentlichkeit bereits wieder in den Hintergrund rückt, ist die Not in der betroffenen Bevölkerung riesig. Pakistan muss die grösste Flutkatastrophe seiner Geschichte bewältigen. Die Caritas ist vor Ort, um die Hilfsaktionen zu koordinieren. Die Caritas Schweiz setzt 2,2 Mio. Franken für Soforthilfe ein. Mit der Spende drückt der Administrationsrat im Namen der katholischen Bevölkerung im Kanton St. Gallen seine Solidarität mit den Menschen in den betroffenen Katastrophengebieten aus.

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Mit internationaler Beteiligung

 

Kathedrale St. Gallen: Künstler und Architekten nehmen am Neugestaltungs-Wettbewerb für den Alttarraum teil

 

ST. GALLEN. Seit mehr als 40 Jahren ist der Altarraum der Kathedrale ein „Dauerprovisorium“. Bistum und katholischer Konfessionsteil möchten die längst fällige Neugestaltung bis zum grossen Gallus-Jubiläum 2012 verwirklichen. Namhafte Architekten und Künstler sind zum Gestaltungswettbewerb eingeladen. Das Katholische Kollegium hat einen Projektierungskredit von 200 000 Franken gesprochen.

 

Die Kathedrale St. Gallen ist nicht „nur“ eine Touristenattraktion mit weltweiter Ausstrahlung, sie ist vor allem Bischofs- und Bistumskirche sowie Pfarrkirche der Dompfarrei. Im Altarraum wird die Eucharistie als Höhepunkt der katholischen Liturgie gefeiert. Der Wettbewerbsperimeter umfasst den Bereich zwischen Chorgitter und Bänken. Das Chorgitter bleibt erhalten, neu gestaltet werden Altar, Ambo, Osterkerze, Taufort, Bischofssitz und Priestersitze. Die Kirchenbänke bleiben in der gewohnten Anordnung.

 

Anspruchsvolle Aufgabe

Die Aufgabe ist anspruchsvoll, die Projektierung entsprechend aufwändig. Das Projekt muss liturgischen und denkmalpflegerischen Ansprüchen gerecht werden. Zur Unterstützung wurde der Schweizerische St. Lukasgesellschaft für Kunst und Kirche (SSL) ein Beratungsmandat übertragen. Administrationsrat und Kathedralkommission klärten die Bedürfnisse aus kirchlicher Sicht ab, fragten nach Bedürfnissen und Vorgaben von Bischof, Bistumsleitung und Residenzkapitel zu dieser Frage, diskutierten über das Vorgehen und setzten das Beurteilungsgremium unter dem Vorsitz von Hans Wüst, Administrationsratspräsident, ein. Den Bischof vertritt Domdekan Guido Scherrer, Dompfarrer Josef Raschle die Dompfarrei. Dazu kommen verschiedene externe Berater (siehe Kasten). Als Vorstandsmitglied ist Marcel Ferrier, Architekt, St .Gallen, für die Begleitung durch die SSL zuständig. Für den Altarraum wurde kein offener Wettbewerb ausgeschrieben, sondern Architekten und Künstler im Einladungsverfahren ausgewählt. Das Beurteilungsgremium wird sich im November mit ihren Vorschlägen befassen.

 

Lange Geschichte

Provisorium und Neugestaltung des Altarraumes haben eine lange Geschichte. Zeitgleich mit dem zweiten Vatikanischen Konzil wurde von 1962 bis 1967 eine umfassende Innenrenovation der Kathedrale vorgenommen. Das Konzil beschloss in diesen Jahren tiefgreifende Veränderungen für die Liturgie. Der Altar sollte fortan nicht mehr an einer Wand, sondern mitten im Kirchenraum stehen. Seither zelebrieren die Priester nicht mehr mit dem Rücken zu den Gläubigen, sondern dem Volk zugewandt, in Landessprache statt in Latein. In allen Kirchen wurden sogenannte Volksaltäre eingesetzt, in der Kathedrale wurde vor dem Chorgitter provisorisch ein Podium für die Zelebranten mit Altar und Ambo aus Nussbaumholz aufgestellt. Das Provisorium hat sich so gut bewährt, dass erst 23 Jahre nach der ersten Errichtung, 1990, die Bemühungen für ein Definitivum aufgenommen wurden. In diese Zeit fiel zusätzlich die Aussenrenovation der Kathedrale, was die Altarfrage wieder etwas in den Hintergrund rücken liess. Das Projekt ruhte, erst im Zusammenhang mit der Krediterteilung für die Sanierung der Kirchenbänke im November 2007 wurde die Frage nach der Weiterbearbeitung erneut aufgeworfen. Nun soll es umgesetzt werden, wenn alles gut geht bis zum Jubiläumsjahr des Heiligen Gallus 2012.

 

 

 

Das Beurteilungsgremium

 

Das Beurteilungsgremium setzt sich wie folgt zusammen:

Bauherrschaft: Hans Wüst, Administrationsratspräsident (Präsident); Thomas Franck, Verwaltungsdirektor, Josef Raschle, Dompfarrer (Vertreter des Bischofs); Max Imfeld, Kirchenverwaltungsrat, St. Gallen; Guido Scherrer, Präsident der Diözesanen Liturgiekommission, Domdekan, Regens; Martin Schregenberger, Architekt, Mitglied des Katholischen Kollegiums.

Fachexperten: Jacqueline Burckhardt, Dr. phil. Kunsthistorikerin, Zürich; Heinz Tesar, Architekt, Mag.Arch., Wien; Daniele Marques , Architekt ETH SIA BSA, Luzern; Josef Grünenfelder, Dr. phil. Kunsthistoriker, Cham; Pierre Hatz, Architekt HTL, Leiter Denkmalpflege Kanton St. Gallen und Marcel Ferrier, Architekt BSA SIA, St. Gallen (Moderation).

 

 

 

Die Wettbewerbsteilnehmer

 

Die Jury hat vier Architekten sowie drei Künstler eingeladen. Die Entschädigung beträgt 8000 Franken pro Teilnehmer, was den Aufwand bei weitem nicht abdeckt. Die Teilnehmer und die Teilnehmerin sind frei, ein Team mit einer Fachperson aus Kunst und Architektur ihrer Wahl zu bilden.

 

Architekten

Caruso St John Architects, Adam Caruso und Peter St John, London

Francisco Aires Mateus, Lissabon

Martin Scharfetter, Innsbruck

Daniel Cavelti, St. Gallen

 

Künstler

Pipilotti Rist, Zürich

Not Vital, Sent GR

Jorge Pardo Sculpture, Jorge Pardo, Los Angeles

 

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Sitzung des Katholischen Kollegiums vom 15. Juni 2010 in Bad Ragaz

Das Parlament der St. Galler Katholikinnen und Katholiken stimmt allen Anträgen des Administrationsrates zu.

Das Katholische Kollegium traf sich erstmals zu einer Landsitzung und somit ausserhalb des üblichen Tagungsortes, dem Kantonsratssaal St. Gallen. Das Präsidium setzte damit ein Zeichen des kantonsweiten Engagements des Konfessionsteils.

 

Das Kollegium behandelte insgesamt elf Geschäfte:

 

Gültigkeit zweier Ersatzwahlen

Die Ersatzwahl von zwei Kollegiumsmitgliedern aus dem Wahlkreis Montlingen-Eichenwies und Bad Ragaz wurde validiert. Albert Nigg, Bad Ragaz und Martin Baumgartner, Montlingen, wurden anschliessend vereidigt.

 

Ersatzwahl in die GPK

Mit der Wahl von GPK-Mitglied Fridolin Eberle, Bad Ragaz, musste für den Rest der Amtsdauer 2007/11 eine Ersatzwahl vorgenommen werden. Das Kollegium wählte einstimmt Bruno Bleisch, Personalleiter, Mels, in die 7-köpfige Geschäftsprüfungskommission des Katholischen Konfessionsteils.

 

Jahresrechnung 2009, Amtsbericht und Bericht der Geschäftsprüfungskommission

Diskussionslos wurde die Jahresrechnung 2009 genehmigt. Das Parlament folgte damit einstimmig den Anträgen der Geschäftsprüfungskommission, den Rechnungsvorschlag von Fr. 428'427.48 für zusätzliche Abschreibungen von Schulbauten und Klosterbeiträgen einzusetzen sowie den allgemeinen Reserven für spätere Ausgabenüberschüsse zuzuweisen.

Der Gesamtaufwand belief sich auf rund 62 Mio. Franken.

 

Jahresrechnung 2009 der Pensionskasse

Die separat geführte Rechnung der Pensionskasse des Katholischen Konfessionsteils für die Diözese St. Gallen wurde diskussionslos genehmigt. Der Deckungsgrad hat wieder den erfreulichen Stand von 104,3 % erreicht. Die Pensionskasse umfasst rund 1000 Versicherte aus dem Katholischen Konfessionsteil inkl. dem Bischöflichen Ordinariat und den Kirchgemeinden.

 

Kredit für die Umsetzung des IT-Konzeptes

Ohne Gegenstimmen wurde ein Kredit von Fr. 270'000.-- für die Umsetzung einer gemeinsamen IT-Infrastruktur von Kath. Administration, Bischöflichem Ordinariat und der Caritas St. Gallen mit rund 60 Arbeitsplätzen genehmigt.

 

Studienkredit für die Altarraumgestaltung

Für die Neugestaltung des Altarraums in der Kathedrale St. Gallen bewilligte das Parlament mit einigen Gegenstimmen einen Studienkredit von Fr. 200'000.--. Damit kann nun ein Wettbewerb im Einladungsverfahren durchgeführt werden. Es werden acht Studien mit je einem Projektvorschlag für die Neugestaltung des über 40-jährigen Provisoriums in Auftrag gegeben.

 

Beitrag an das Gallusjubiläum 2012

2012 kann das 1400-Jahrjubiläum seit der Ankunft des hl. Gallus im Steinachtal gefeiert werden. Mit einem grossen Jubliäumsprojekt von Kanton, Stadt St. Gallen und Kirchen werden diverse Aktionen und Veranstaltungen finanziert. An den Gesamtkredit von 3 Mio. Franken bewilligte das Kollegium einen Beitrag von Fr. 200'000.--.

 

Zentralsteuerbeitrag an das Kloster Wurmsbach

Der Konfessionsteil unterstützt seit Jahrzehnten die Klöster im Kanton St. Gallen. Der Administrationsrat beantragte einen Beitrag an die Renovation des Konventgebäudes der Zisterzienserinnenabtei Mariazell Wurmsbach von Fr. 350'000.--. Das Parlament stimmte einem Änderungsantrag der vorberatenden Kommission mit grossem Mehr zu, den Beitrag auf Fr. 400'000.-- zu erhöhen. Zum Kloster Wurmsbach gehört auch die Mädchensekundarschule mit Internat.

 

Motion "Finanzielle Unterstützung bei Kirchgemeindefusionen"

Die Motion von Kollegienrätin Anna Maria Wagner, Staad, welche verlangt, dass finanzielle Anreize für Kirchgemeindevereinigungen geschaffen werden sollen, wurde diskussionslos überwiesen. Damit wird der Administrationsrat beauftragt, eine entsprechende Vorlage an das Kollegium auszuarbeiten.

 

Allgemeine Umfrage

Die Allgemeine Umfrage wurde rege benützt. Es folgten Voten zur allgemeinen Situation der Katholischen Kirche, zu ihren Zukunftsperspektiven und zu den sexuellen Missbrauchsfällen, welche im Bistum St. Gallen vorbildlich und transparent aufgearbeitet wurden.

 

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Jahresabschluss 2009 mit erfreulichem Ertragsüberschuss

 

Die Rechnung 2009 der kantonalen Körperschaft der St. Galler Katholikinnen und Katholiken schliesst mit einem Ertragsüberschuss von Fr. 428'427.-- ab, bei einem Gesamtaufwand von Fr. 62'160'009.-- und einem Ertrag von Fr. 62'588'436.--. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von Fr. 523'200.--. Der Administrationsrat ist mit dieser unerwartet hohen Besserstellung mehr als zufrieden. Vor allem trugen Mehrerträge bei den Zentralsteuern von über Fr. 610'000.--, bei den Finanzliegenschaften von rund Fr. 275'000.-- sowie nicht voll ausgeschöpfte Ausgabenkredite zur Besserstellung von rund Fr. 950'000.-- bei. Der Katholische Konfessionsteil setzte seine Mittel wiederum in den verschiedenen Bereichen des Bistums St. Gallens, der Kirchgemeinden, der Bildung, Kultur und verschiedener sozialen Einrichtungen ein.

 

Für das Jahr 2009 verabschiedete das Katholische Kollegium am 11. November 2008 den Voranschlag mit einem mutmasslichen Defizit von Fr. 523'200.--. In der Zentralsteuerbotschaft vom 24. September 2009 zum Voranschlag 2010 ging der Administrationsrat noch von der Annahme aus, dass die Rechnung 2009 im Rahmen des budgetierten Defizits abschliessend würde. Er berücksichtigte dabei den Mehraufwand beim Personalaufwand von 1,5 %, da analog dem Kantonratsbeschluss für 2009 mit 3 % eine doppelt so hohe Teuerung gewährt wurde wie budgetiert. Der Personalaufwand macht mit rund 21,5 Mio. Franken rund ein Drittel der Gesamtausgaben des Katholischen Konfessionsteils aus.

 

Höhere Zentralsteuererträge - Dank an die Kirchenmitglieder

Dank dem unerwartet hohen Ertrag der Zentralsteuer von total 19,37 Mio. Franken konnte das budgetierte Defizit aufgefangen werden. Dazu hat die solidarische Haltung der Kirchenmitglieder beigetragen. Sie ermöglichen mit ihrer Bereitschaft zur Bezahlung der Kirchensteuer die vielfältigen Aufgaben der Kirche in Bildung, Kultur, Sozialem Engagement und Verkündigung. Auch wenn in der gegenwärtigen Situation der Kirche der Fokus auf den Verfehlungen einiger ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter liegt, darf nicht vergessen werden, dass vor Ort sehr viel Gutes geleistet wird, vielfach im Verborgenen und Kleinen. Das grosse Engagement von ehrenamtlich tätigen Laien wie von Seelsorgerinnen und Seelsorgern wird mit der Kirchensteuer ermöglicht. Der Administrationsrat dankt deshalb allen Kirchenmitgliedern für ihre Solidarität.

 

Zum sehr guten Rechnungsergebnis haben neben dem Zentralsteuerertrag auch andere Mehrerträge und Minderausgaben geführt:

So bei Ertrag der städtischen Steuerrepartition zu Gunsten der flade (Kath. Kantonssekundarschule) + Fr. 530'000.-- und den Erträgen aus Finanzliegenschaften + Fr. 275'000.--. Erfreulich ist auch, dass trotz leichtem Besucherrückgang in der Stiftsbibliothek dank der moderaten Erhöhung der Eintrittstarife die budgetierten Erträge um Fr. 70'000.-- übertroffen wurden. Mit den Erträgen aus den Eintritten von Fr. 917'000.-- wird ein wesentlicher Teil der Aufwändungen der Stiftsbibliothek finanziert. Das Restdefizit von rund Fr. 590'000.-- wird durch den Katholischen Konfessionsteil getragen.

 

Den grössten Minderertrag musste der Katholische Konfessionsteil beim Schulgeldertrag der flade-Schüler verzeichnen. Er sank um Fr. 500'000.--.

 

Wertberichtigungen bei den Kapitalanlagen

Nachdem 2008 als Folge der Finanzkrise grosse Wertberichtigungen bei den Kapitalanlagen von 4,4 Mio. Franken verkraftet werden mussten, konnte 2009 dank der Erholung an den Kapitalmärkten ein nicht realisierter Kursgewinn von 2 Mio. Franken verzeichnet werden. Diese Mehrerträge wurden in die Wertberichtigungsreserve sowie in die Steuerausgleichsreserve gelegt, welche im Vorjahr zur Deckung der grossen negativen Wertberichtigungen herangezogen wurden. Die realisierten Kursgewinne von 0,25 Mio. verbesserten die laufende Rechnung 2009 zusätzlich.

 

Steuerausgleichszahlungen an Kirchgemeinden

Der Katholische Konfessionsteil wendete 2009 Fr. 17'627'280.-- für den Steuerausgleich unter den Kirchgemeinden auf. Damit konnten kleinere und finanzschwache Kirchgemeinden von einer sehr hohen Steuerbelastung verschont werden. Der Kanton leistete zur Finanzierung des Steuerausgleichs einen zweckgebunden Beitrag an den Konfessionsteil von Fr. 17'505'458.--.

 

Zusätzliche Abschreibungen

Der Administrationsrat ist mit dem Rechnungsergebnis 2009 mehr als zufrieden. Dies insbesondere im Hinblick auf die angespannte Finanzsituation welche die kurz- und mittelfristige Finanzprognose deutlich zeigt. Er beantragt dem Katholischen Kollegium, den Ertragsüberschuss von Fr. 428'000.-- gestützt auf Art. 2 des Dekrets über den Finanzhaushalt des Katholischen Konfessionsteils zu einem Drittel für zusätzliche Abschreibungen der Stiftsgebäude und Schulhäusern zu verwenden und zwei Drittel in die allgemeine Reserve für Ausgabenüberschüsse zu legen. Diese beträgt neu Fr. 7'348'782.--.

 

 

Die Details:

 

Laufende Rechnung nach Sachgruppen:

                                            Aufwand Fr.           Ertrag Fr.

 

Personalaufwand                           21'657'329.90

Sachaufwand                                5'614'494.68

Passivzinsen                                   1'789.45

Abschreibungen                               855'940.29

Entschädigungen an Gemeinwesen               809'039.60

Eigene Beiträge                           25'514'425.21

Einlagen in Spezialfinanzierungen          3'287'280.63

Interne Verrechnungen                      4'419'709.00

 

Steuern                                                        19'375'939.11

Vermögenserträge                                                5'341'173.58

Entgelte                                                        5'184'534.60

Anteile und Beiträge ohne Zweckbindung                          2'878'913.70

Rückerstattungen von Gemeinwesen                                3'491'217.35

Beiträge für eigene Rechnung                                   21'405'246.35

Entnahmen aus Spezialfinanzierungen                               491'702.55

Interne Verrechnungen                                           4'419'709.00

                                                                            

                                          62'160'008.76        62'588'436.24

 

Ertragsüberschuss 2009                       428'427.48

 

 

Budgetabweichungen nach Kontogruppen:

                                            Aufwand Fr.           Ertrag Fr.

 

Behörden und Verwaltung                  +    12'141.16

Zentralsteuer                                                 +   612'995.61

Zinsen (inkl. Wertber. Wertschriften)                         + 1'985'846.98

Beiträge                                 -    65'518.00

Liegenschaften des Finanzvermögens                            +   276'354.63

Liegenschaften des Verw.vermögens        +    80'010.50

Abschreibungen

Fonde und Reserven (Einlage Wertber.)    + 1'983'671.64

Flade, Kath. Kantonssekundarschule       +    66'479.67

Stiftsbibliothek                         -    28'743.09

Bistum                                   +    62'550.10

Seminar St. Georgen                      -    61'922.04

                                                                            

                                         + 1'923'569.74       + 2'875'197.22

 

Nettoabweichung zum Voranschlag          +   951'627.48

budgetiertes Rechnungsdefizit 2009       -   523'200.00

 

Ertragsüberschuss 2009                   +   428'427.48

 

 

Wozu werden die Zentralsteuern eingesetzt?

 

Nettoausgaben nach Bereichen

 

Behörden und Verwaltung                                         1'511'241.16

Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ)
für gesamtschweizerische Aufgaben der Kirche                      652'268.10

Kirchgemeinden und Klöster (ohne Steuerausgleichszahlungen)        31'107.25

Bistum inkl. Fachstellen, Spezialseelsorge, Seminar

St. Georgen, Kathedrale                                         6'744'920.31

Bildung (Katholische Kantonssekundarschule flade, Beiträge an

Kath. Schulen, diverse Bildungsangebote)                        5'862'907.22

Kultur (Stiftsbibliothek und Stiftsarchiv)                        894'321.71

Soziale Aufgaben (inkl. Caritas, Missions-/Entwicklungshilfe)   3'393'821.85

Liegenschaftsaufwand Stiftsgebäude                                572'910.50

 

Total                                                          19'663'498.10

 

 

 

Darin nicht enthalten sind Steuerausgleichszahlungen an die Katholischen Kirchgemeinden von rund 17,6 Mio. Franken, welche nicht mit Mitteln der Zentralsteuer finanziert werden.

 

Die detaillierte Jahresrechnung 2009 kann bei der Katholischen Administration, Klosterhof 6a, 9000 St. Gallen, sgadmin@kath.ch, bezogen werden. Der Amtsbericht liegt ab Mai 2010 bereit.

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Hilfe der St. Galler Katholikinnen und Katholiken für Haiti

Nach der ersten Solidaritätswelle mit Überlebenshilfen für die Opfer des verheerenden Erdbebens in Haiti steht nun die langfristige Wiederaufbauhilfe im Vordergrund. Der Administrationsrat des Katholischen Konfessionsteils des Kantons St. Gallen stellt deshalb für Aufbauprojekte einen zusätzlichen Kredit von Fr. 10'000.-- zu Verfügung. Mit diesem Geld können bestehende Entwicklungshilfeprojekte auf Haiti zusätzlich unterstützt werden.

Der Katholische Konfessionsteil vergibt jährlich Beiträge an gezielte Missions- und Entwicklungshilfeprojekte in den armen Ländern des Südens und des Ostens von total rund 1,2 Mio. Franken.

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Beschlüsse des Katholischen Kollegiums

 

Das Katholische Kollegium hat an der Sitzung vom 10. November 2009 die folgenden Beschlüsse gefasst sowie Wahlen vorgenommen:

 

 

Bestellung des Präsidiums

 

a) Wahl der Stimmenzähler:

Andreas Künzli, Kaufm. Angestellter, Oberuzwil (Region Gossau-Untertoggenburg)

Albert Tschirky, Berufsschullehrer, Flums (Region Werdenberg-Sargans)

Susanne Hutter-Schalk, Buchhändlerin, Diepoldsau (Region Rheintal)

 

b) Wahl des Vizepräsidenten:

Theo Keller, dipl. Sozialarbeiter, Wittenbach (Region Rorschach)

 

c) Wahl des Präsidenten:

Josef Fässler, Reallehrer, Bronschhofen (Region Toggenburg-Wil)

 

 

Ersatzwahl von zwei Mitgliedern des Administrationsrates für den Rest der Amtsdauer 2008/11

 

Lothar Bandel, Architekt HTL, Montlingen (Region Rheintal)

Fridolin Eberle, Treuhänder/Betr.oec. FH, Bad Ragaz (Region Werdenberg-Sargans)

 

nicht gewählt:

Thomas Huber, Häggenschwil (Region Rorschach)

 

 

Ersatzwahl in die kollegienrätliche Geschäftsprüfungskommission und deren Präsidenten für den Rest der Amtsdauer 2007/11

 

a) eines Mitgliedes:

Carlo Eberle, Handelslehrer, Jona (Region Gaster-See)

 

b) des Präsidenten:

Donat Schai, Betriebsökonom HWV, Andwil (Region Gossau-Untertoggenburg)

 

 

Botschaft des Administrationsrates zum Voranschlag 2010 und über die Festsetzung des Steueransatzes der Zentralsteuer für das Jahr 2010

 

·          Der Voranschlag 2010 wurde ohne Änderungen genehmigt. Er sieht einen Aufwandüberschuss von Fr. 1'347'600.-- vor.

·          Der Steueransatz der Zentralsteuer wurde auf 4 % festgesetzt (wie bisher).

 

 

Botschaft des Präsidiums über eine Teilrevision der Geschäftsordnung des Katholischen Kollegiums

 

Die Teilerevision mit den folgenden wesentlichsten Änderungen wurde genehmigt:

·          Die Amtsdauer des Präsidiums beträgt neu zwei Jahre (bisher ein Jahr).

·          Das seit 1990 unveränderte Taggeld von Fr. 100.-- für Kollegiumssitzungen wird auf Fr. 200.-- erhöht.

Der Nachtrag zur Geschäftsordnung für das Katholische Kollegium tritt ab 1. Januar 2010 in Kraft.

 

 

Motion „Stiftmessen“ von Kollegienrat Anton Amacker, Eschenbach

 

Das Kollegium hat auf Antrag des Administrationsrates die Motion abgewiesen, da das Reglement über die Dotierung von Messstiftungen nicht in den Zuständigkeitsbereich des Kollegiums fällt. Der Administrationsrat anerkennt aber einen teilweisen Änderungsbedarf und stellt eine ausführliche Berichterstattung bis zum Herbst 2010 in Aussicht.

 

 

Allgemeine Umfrage

 

Das Kollegium nimmt Kenntnis von einer von Anna Maria Wagner, Staad, eingereichten Motion, welche das Thema von Kirchgemeindefusionen beinhaltet.

 

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Maria und Josef treten an Weihnachten zurück

 

 

Maria Trochsler, Thal, und Josef Grünenfelder, Wangs waren 12, respektive 15 Jahre im Administrationsrat – der „Regierung“ der St. Galler Katholikinnen und Katholiken. Ausgerechnet vor Weihnachten ist die letzte Sitzung mit Maria und Josef.

 

Für die frei werdenden Sitze wurden drei Kandidaten nominiert: Lothar Bandel, Montlingen (Region Rheintal), Thomas Huber, Häggenschwil (Region Rorschach) und Fridolin Eberle, Bad Ragaz (Region Sargans). Der Kollegienrat hat die Ersatzwahl für die laufende Amtszeit 2008/2011 am 10. November vorgenommen. Gewählt wurden Lothar Bandel und Fridolin Eberle. Die Aufgabe für die zwei Neugewählten beschreiben Maria Trochsler und Josef Grünenfelder mit Adjektiven wie „spannend, herausfordernd, interessant und arbeitsintensiv“.

 

 

Nicht nur Zahlen

Josef Grünenfelder wurde 1994 für die Region Sarganserland in den Administrationsrat gewählt. Der Wirtschaftsprüfer engagierte sich speziell im Bereich Finanzen, in der Pensionskassenleitung, in deren Verwaltungsausschuss tätig, in der Stipendienkommission oder der Verwaltungskommission. Er sah aber nicht einfach Zahlen, sondern immer die Menschen dahinter. Dass der Konfessionsteil sich stark in Entwicklungsprojekten engagiert und in ärmeren Ländern Wasserversorgungen, Nahrungsproduktion und Bildung fördert, ist für ihn selbstverständlich. „Uns geht es gut“, betont er, „es ist Christenpflicht zu helfen.“

Eine spezielle Aufgabe war für beide scheidenden Administrationsräte die Mitgliedschaft in der Baukommission Stiftsgebäude und Sakristei. Vom Stiftsbezirk mit Kathedrale und Bibliothek spricht Josef Grünenfelder mit spürbarer Achtung vor dem, was frühere Generationen geschaffen haben. „Es ist ein wunderbares Erbe, wir möchten und müssen dazu Sorge tragen“.

 

Erblich vorbelastet

Maria Trochsler (1950) wurde von einem Kollegienrat angefragt, ob sie Interesse an einem Sitz im Administrationsrat für die Region Rheintal habe. Vor der Wahl im Juni 1998 stand eine Tournee durch alle Regionalsitzungen des Kollegiums bevor. Dass sie aktive Katholikin war, aber kaum etwas wusste von den vielen Aufgaben des Konfessionsteils, gibt die Thalerin unverblümt zu. „Den nachfragenden Kollegienräten erklärte ich mangels Erfahrung: Mein Grossvater, Jakob Meier-Hochstrasser, war Administrationsrats-Präsident“. Sie wurde gewählt, ging trotz „erblicher Vorbelastung“ ihren eigenen Weg und arbeitete sich schnell und systematisch in ihre neue Aufgabe ein. Tüfteln, Lösungen suchen, Strategiepapiere erarbeiten, Vorhaben umsetzen – das bedeutete der engagierten Administrationsrätin mehr als Repräsentationsaufgaben. Als ausgebildete Reallehrerin war sie willkommene Fachkraft im Bereich Jugend und Schule – als Schulrätin in der Flade, im Vorstand der Religionspädagogischen Medienstelle Altstätten,  oder in der Begleitkommission der Daju – der Fachstelle Jugendseelsorge im Bistum St. Gallen. Zeitaufwändig war jeweils die Revision der Kirchgemeindekassen und Kapellgenossenschaften von Altenrhein bis Rüthi. Viele weitere Aufgaben wären bei beiden scheidenden Administrationsräten erwähnenswert.

 

Der Blick vorwärts

Das Vorwärtsschauen bezeichnet Maria Trochsler-Olibet als eine typische Eigenschaft. Ein Blick zurück auf die Zusammenarbeit mit Bischof und Bistumsleitung ist ihr aber doch wichtig: „Das Verhältnis zwischen Bistum und Konfessionsteil sowie die Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche im Kanton würde ich als ideal bezeichnen“. Josef Grünenfelder nickt und ergänzt: „Das ist nicht überall in der Schweiz so, vermutlich hilft uns die Überschaubarkeit des eher kleinen Kantons und Bistums St. Gallen.“

Das Arbeitspensum eines Administrationsrates beträgt in Spitzenzeiten bis zu  50 Stellenprozenten. Zeit, die Maria Trochsler-Olibet und Josef Grünenfelder bald wieder vermehrt für Familie und Hobbies zur Verfügung steht. Missen möchten sie die Zeit im Administrationsrat trotz viel Arbeit und grosser Verantwortung nicht. (kft./tfr.)

 

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Hilfe der St. Galler Katholikinnen und Katholiken für Asien

Der Administrationsrat des Katholischen Konfessionsteils des Kantons St. Gallen stellt der Caritas Schweiz einen Beitrag von 10'000 Franken als Soforthilfe für die Opfer der schweren Wirbelstürme und Erdbeben in Asien zur Verfügung. Hunderttausende haben ihr Obdach verloren und sind dringend auf Hilfe angewiesen. Mit der Spende drückt der Administrationsrat im Namen der katholischen Bevölkerung im Kanton St. Gallen seine Solidarität mit den Menschen in betroffenen Katastrophengebieten aus, im Wissen darum, dass mit materieller Hilfe erst ein Teil des Leides gemildert werden kann. Die Caritas Schweiz setzt für die Nothilfe 1,4 Mio. Franken ein. Sie arbeitet eng mit dem lokalen Caritasnetz vor Ort zusammen. Eine gezielte und unbürokratische Hilfe ist somit möglich.

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Die Replik des Erd- und Himmelsglobus ist da

Nachdem der sogenannte Kulturgüterstreit zwischen Zürich St. Gallen seit 2006 beigelegt ist, konnte der Katholische Konfessionsteil des Kantons St. Gallen am 21. August 2009 die Replik des Erd- und Himmelsglobus entgegennehmen. Noch bis zum 13. September 2009 kann er im Musiksaal der Stiftsgebäude unentgeltlich besichtigt werden.

 

Detaillierte Informationen finden Sie auf der Homepage der Stiftsbibliothek.

 

 

 

 

 

 

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Zur Stiftsbibliothek das Kloster-Bistro

 

ST. GALLEN. 200 Jahre nach der Klosteraufhebung werden im Stiftsbezirk wieder Gäste in einer kleinen „Schenke“ und auf dem Platz vor der Stiftsbibliothek bewirtet. Das Kloster-Bistro ist eine ideale Ergänzung zur Stiftsbibliothek und zum dazugehörigen Shop. Wirtsleute sind nicht wie einst die Benediktiner, sondern die Mitarbeitenden des Hotel Dom, welches vom Verein „förderraum“ betrieben wird.

 

Bild BistroStiftsbibliothekar Ernst Tremp erinnerte an der Eröffnungsfeier an die benediktinische Tradition der Gastfreundschaft. In der langen Geschichte der Benediktiner-Abtei St. Gallen gab es stets zum Kloster gehörende Gasthäuser, Bierbrauereien und Weinberge. Bewirtet werden die Gäste im neuen Kloster-Bistro von Mitarbeitenden des „förderraum“, einem Netzwerk von Arbeits-, Ausbildungs- und Wohnmöglichkeiten für Menschen mit psychischen, geistigen oder körperlichen Behinderungen. Bekanntestes Projekt und eigentliches Flaggschiff ist das Hotel Dom in unmittelbarer Nähe zum Stiftsbezirk. Für Hans Wüst, Administrationsratspräsident des Katholischen Konfessionsteils Kanton St. Gallen, hat das Engagement des förderraum zwei wesentliche Gründe: die räumliche Nähe, vor allem aber der soziale Gedanke hinter diesem Projekt. Hauptziel des „förderraum“ ist laut Geschäftsleiterin Alma Mähr, Menschen in die erste Arbeitswelt zu integrieren. Im neuen Bistro können die Mitarbeitenden ihre Selbständigkeit erproben und vermehrt Eigenverantwortung übernehmen.

 

Auf der Speisekarte in deutscher und englischer Sprache stehen nebst den Getränken feine Sandwiches, Kuchen und Torten sowie Eis. Hauptzielgruppe des neuen Kloster-Bistros sind die Touristen, welche die Stiftsbibliothek besuchen; das Kloster-Bistro hat dieselben Öffnungszeiten: sieben Tage von 10 Uhr bis 17 Uhr (Sonntags bis 16 Uhr). Die Feuertaufe hat das Bistro-Team mit Bravour bestanden: schon am ersten Tag wurden die Gäste buchstäblich „carweise“ bewirtet. (thf.)

 

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Jahresabschluss 2008 mit geringem Defizit

 

Die Rechnung des Katholischen Konfessionsteils schliesst mit einem Defizit von Fr. 136'950.95 ab, bei einem Aufwand von Fr. 69'770'002.-- und einem Ertrag von Fr. 69'633'051.--. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von Fr. 249'800.--. Der Administrationsrat ist mit dem Ergebnis mehr als zufrieden, zumal in der Rechnung grosse Wertberichtigungen bei den Wertschriften als Folge der Finanzkrise verkraftet werden mussten.

 

Für das Jahr 2008 verabschiedete das Katholische Kollegium am 13. November 2007 den Voranschlag mit einem mutmasslichen Defizit von Fr. 249'800.--. Mit der Zentralsteuerbotschaft vom 26. August 2008 ging der Administrationsrat von der Annahme aus, dass sich dieses Defizit auf Fr. 478'000.-- verschlechtern würde. Er berücksichtigte dabei die Prognose des Kantonalen Steueramtes. So wurden Mindererträge beim Steuerertrag infolge des Rückgangs an Nachzahlungen und der Rückzahlungen aus der Korrektur für Alleinerziehende erwartet. Diese Mindererträge konnten durch das Wachstum aufgefangen werden.

Die Jahresrechnung 2008 schliesst nun mit einem Aufwandüberschuss von Fr. 136'950.95 ab. Dies kann als Punktlandung bezeichnet werden, auch wenn einzelne Minder- und Mehraufwändungen bzw. Mehrerträge zu verzeichnen waren. Die wesentlichen Mehrerträge konnten bei den Schulgeldern der flade (+ Fr. 85'698.--), den Eintrittsgeldern in die Stiftsbibliothek (+ Fr. 100'036.--), der Steuerausgleichsreserve

(+ Fr. 220'510.15) sowie der städtischen Steuerrepartition (+ Fr. 326'773.90) verbucht werden. Ein wesentlicher Mindertrag war bei der Kantonssubvention für die flade (Kath. Kantonssekundarschule) (- Fr. 149'069.--) zu verzeichnen.

 

Die Finanzkrise führte zu erheblichen Wertberichtigungen bei den Wertschriften. Es mussten nicht realisierte Kursverluste von Fr. 4'446'295.93 und realisierte Kursverluste von Fr. 375'218.51 hingenommen werden. Die realisierten Kursgewinne fielen mit Fr. 22'881.08 nicht ins Gewicht. Für die Deckung der nicht realisierten Kursverluste wurde die Wertberichtigungsreserve von 2,14 Mio. Franken aufgelöst. Aus der Steuerausgleichsreserve erfolgte ein Bezug von 1,68 Mio. Franken. Dieser Betrag entspricht anteilsmässig der Wertberichtigung, welche gemessen an der Höhe der Steuerausgleichsreserve auf diese entfällt. Somit belasten die nicht realisierten Kursverluste die laufende Rechnung mit Fr. 624'153.33.

 

Unter diesen Gesichtspunkten ist der Administrationsrat mit dem Rechnungsergebnis 2008 mehr als zufrieden.

 

Der Antrag des Administrationsrates zur Belastung des Rechnungsdefizits stützt sich auf Art. 2 des Dekrets über den Finanzhaushalt des Katholischen Konfessionsteils vom 18. November 1980 (Finanzdekret), wonach Aufwandüberschüsse in erster Linie einer Reserve zu belasten sind. Die allgemeine Reserve für Ausgabenüberschüsse beträgt ohne Berücksichtigung des Rechnungsergebnisses 2008 Fr. 7'215'248.46.

 

Es ergeben sich folgende Budgetabweichungen: (nach Kontogruppen)

                                                       Aufwand Fr.        Ertrag Fr.

 

Behörden und Verwaltung                             +     2'830.37

Zentralsteuer                                                         +     9'745.15

Zinsen (inkl. Wertberichtigung Wertschriften)       + 4'749'919.95

Beiträge                                            -    94'576.19

Liegenschaften des Finanzvermögens                                    +   229'953.93

Liegenschaften des Verwaltungsvermögens             -    31'858.40

Abschreibungen                                      -    10'000.00

Fonde und Reserven (Reservenbez. Wertberichtigung)                    + 3'822'142.60

Flade, Kath. Kantonssekundarschule                  -   146'277.00

Stiftsbibliothek                                    -   238'772.18

Bistum                                              -   212'327.22

Seminar St. Georgen                                 -    69'946.70

                                                                                        

 

                                                    + 3'948'992.63    + 4'061'841.68

 

 

Nettoabweichung zum Voranschlag                     +   112'849.05

budgetiertes Rechnungsdefizit 2008                  -   249'800.00

 

Rechnungsdefizit 2008                               -   136'950.95

 

 

Laufende Rechnung nach Sachgruppen:                    Aufwand Fr.        Ertrag Fr.

 

Personalaufwand                                      20'584'174.73

Sachaufwand                                           4'894'051.38

Passivzinsen                                              5'432.99

Abschreibungen                                        5'798'454.44

Entschädigungen an Gemeinwesen                          744'714.20

Eigene Beiträge                                      28'089'966.05

Einlagen in Spezialfinanzierungen                     5'104'044.42

Interne Verrechnungen                                 4'549'164.06

 

Steuern                                                                 18'223'561.20

Vermögenserträge                                                         3'183'644.57

Entgelte                                                                 5'000'580.43

Anteile und Beiträge ohne Zweckbindung                                   2'829'612.65

Rückerstattungen von Gemeinwesen                                         3'994'583.10

Beiträge für eigene Rechnung                                            23'554'149.45

Entnahmen aus Spezialfinanzierungen                                      8'297'755.86

Interne Verrechnungen                                                    4'549'164.06

                                                                                        

 

                                                     69'770'002.27      69'633'051.32

 

Rechnungsdefizit 2008                                   136'950.95

 

 

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Stellungnahmen zur Pius-Bruderschaft

Der Bischof von St. Gallen und die Bistumsleitung haben einen Offenen Brief zur Pius-Bruderschaft veröffentlicht, welchen wir Ihnen hier als *.pdf-Datei zur Kenntnis bringen:

Offener Brief des Bischofs von St. Gallen zur Pius-Bruderschaft (pdf)

 

Ebenfalls hat der Administrationsrat dazu Stellung bezogen:

Stellungnahme des Administrationsrates zur Pius-Bruderschaft (pdf)

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